Herz
Herzerkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Patienten mit einer Herzerkrankung sind an dem lebenswichtigen Organ erkrankt.
Herzerkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Patienten mit einer Herzerkrankung sind an dem lebenswichtigen Organ erkrankt.
Prüfungsfragen zur Geschichte von Herrn Werner: 1. Welche pflegerelevanten Informationen sind im Fallbeispiel enthalten? – Was weiß ich? 2. Welche pflegerelevanten Probleme und Ressourcen gehen aus dem Fall hervor? 3. Welche fachlichen Erkenntnisse brauche ich zur Ermittlung des konkreten Pflegebedarfs? – Was muss ich…
Das Herz - Lage und Aufbau - Feinbau - Aufgabe und Funktion - Erregungsleitungssystem - Gefäßversorgung
Das Herz (Cor) pumpt als kräftiger Muskel das Blut durch das Gefäßsystem. Dabei stellt es sicher, dass das Blut mit Sauerstoff angereichert wird, bevor es zu den Organen gelangt. Dies geschieht, indem das Herz das Blut zunächst in den Lungenkreislauf pumpt. Von dort gelangt es zum Herzen zurück, welches es nun in den…
Das Herz liegt zwischen beiden Lungenflügeln im Mediastinum in der Mitte des Thorax (Brustkorb). Es wiegt beim gesunden Erwachsenen etwa 300 Gramm. Die Herzvorderwand wird durch Rippen und Sternum begrenzt. Die Herzhinterwand grenzt an die Speiseröhre. Funktionell wird das Herz in eine rechte und eine linke Herzhälfte…
Die Herzinnenschicht (Endokard) kleidet das Herz innen aus und bildet die Segelklappen. Die Herzmuskelschicht (Myokard) ist zuständig für die Herzkraft und bildet das Reizleitungs- und Reizbildungssystems. Histologisch ist das Myokard eine Mischform aus quergestreifter- und glatter Muskulatur. Die Herzaußenhaut…
Das Herz - Diagnostik - Medikamente - Koronare Herkrankheit - Herzinfarkt - Herzinsuffizienz - Herzrhythmusstörungen - Entzündliche Herzerkrankungen - Erkrankungen der Herzklappen
Die wichtigsten diagnostischen Maßnamen bei Patient mit Herzerkrankungen sind: Anamnese Puls- und Bludruckmessung Elekrokardiogramm (EKG) Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) Herzkatheteruntersuchung
Das Herz - Beobachtungsaspekte - Pflegebasismaßnahmen - Alltagsbewältigung - Perioperative Pflege - Spezielle Pflege
= die Herzkranzgefäße sind durch Arteriosklerose verengt, dadurch ist der Herzmuskel minderdurchblutet und erhält zu wenig Sauerstoff. Hierdurch kommt es zum typischen Symptom „Angina pectoris“. Hauptsymptom ist die Angina pectoris - Diagnostik: Koronarangiografie - Therapie: Risikofaktoren reduzieren. Bei…
= Komplikation einer KHK. Dabei sterben Herzmuskelzellen ab, aufgrund einer Durchblutungsstörung des Herzens. Ursache: Arteriosklerose, KHK mit koronarem Gefäßverschluss und nachfolgender Herzmuskelnekrose. Symptome: Angina pectoris Beschwerden: Atemnot, Angst, verminderter körperlicher Belastbarkeit man…
= die Pumpfunktion des Herzens reicht nicht mehr aus, um genügend Blut auszuwerfen. Je nachdem, welche Herzhälfte betroffen ist, staut sich das Blut in den Lungen- (Linksherzinsuffizienz) oder den Körperkreislauf (Rechtsherzinsuffizienz). Es können auch beide Herzhälften betroffen sein (Globalinsuffizienz). Eine…
= gestörte Herzfrequenz und/oder unregeläßiger Herzschlag Ursachen: Störung des Reizbildungs-/Reizleitungssystems durch z.B. KHK, Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen, Medikamente, Elektrolytstörungen Symptome: meist symptomfrei, ggf. Synkope Komplikationen: Synkope, Schlaganfall oder Herz-/Kreislaufstillstand…
Je nachdem, welche Schicht des Herzens entzündet ist, spricht man von einer Endokarditis (Entzündung der Innenhaut), Myokarditis (Entzündung der Muskelschicht) oder einer Perikarditis (Entzündung des Herzbeutels). Symptome: Abgeschlagenheit und Schwäche bis hin zu schweren septischen Reaktionen mit hohem Fieber und…
Alle 4 Klappen können betroffen sein. Gestört ist entweder der Verschluss (Insuffizienz) oder die Öffnungsfähigkeit (Stenose) der Herzklappe. Das linke Herz (Aorten- und Mitralklappe) ist prozentual häufiger betroffen als das rechte Herz (Pulmonal- und Trkuspidalklappe). Die Aortenklappenstenose ist die häufigste…
Anzeichen eines Herzinfarkts: Druck- oder Engegefühl in der Brust, ausstrahlende Schmerzen in den Oberarm, die Schulter oder den Kiefer Erstmaßnahmen in der Akutphase: Patienten möglichst nicht alleine lassen Herzbettlagerung Gabe von 4–6 l Sauerstoff/min Überwachung: Monitor-EKG, Pulsoxymetrie und Blutdruckmessung…
Herzrhythmusstörungen die am EKG-Monitor angezeigt werden, müssen immer ernst genommen werden. Falls der Patient zusätzlich kaltschweißig ist, unter Dyspnoe leidet und nicht adäquat reagiert, sind folgende Maßnahmen zu ergreifen: Alarmton belassen, nach Hilfe rufen und Sauerstoff verabreichen (2 l/min oder nach AVO!)…
bei der Einnahme von Medikamenten unterstützen (v.a. bei einem akuten Angina-pectoris-Anfall). medikamentöse Therapie überwachen und auf mögliche Nebenwirkungen achten Patienten anleiten und beraten: bzgl. der korrekten Anwendung der Notfallmedikamente und der Reduzierung von kardiovaskulären Risikofaktoren
bei der Einnahme von Medikamenten unterstützen (v.a. bei einem akuten Angina-pectoris-Anfall). medikamentöse Therapie überwachen und auf mögliche Nebenwirkungen achten Patienten anleiten und beraten: bzgl. der korrekten Anwendung der Notfallmedikamente und der Reduzierung von kardiovaskulären Risikofaktoren
Die Koronararterien versorgen das Herz mit sauerstoffreichem Blut. Sie entspringen direkt aus der Aorta. Rechte Koronararterie: A. coronaria dextra (RCA) versorgt den re. Vorhof und die re. Herzkammer Linke Koronararterie: A. coronaria sinistra (LCA) versorgt primär den li. Vorhof, die li. Herzkammer und die…
Das Herz pumpt das Blut durch zwei Kreislaufsysteme: Im Lungenkreislauf (kleiner Kreislauf) wird das aus dem Körperkreislauf zurückflutende sauerstoffarme Blut mit Sauerstoff angereichert. Blutfluss: rechte Herzkammer → Pulmonalklappe → Truncus pulmonalis → Lungenarterien → Lunge → Lungenvenen → linker Herzvorhof →…
Ein Herzzyklus besteht aus einer Kontraktionsphase (Systole) und einer Erschlaffungsphase (Diastole). Die Systole besteht aus: Anspannungsphase: Der Druck in den Herzkammern baut sich auf, alle Klappen sind geschlossen. Austreibungsphase: Der Druck in den Kammern übersteigt den Druck in der Aorta bzw. dem Truncus…
Das Reizleitungs- und Reizbildungssystem ist für den elektrischen Antrieb des Herzens verantwortlich. Es ist in seiner Funktion autonom (d.h. vom Gehirn unabhängig) und wird vom vegetativen Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) beeinflusst. Wichtige Strukturen des Systems: Der Sinusknoten liegt im rechten…
Die meisten Patienten haben eine chronisch-kompensierte Herzinsuffizienz. Die Einnahme der Medikamente ist daher wichtig, damit sie nicht dekompensiert. Neben den Basismaßnahmen gibt es folgende Besonderheiten bei der Pflege von Menschen mit Herzinsuffizienz: Bilanzierung: Ein- und Ausfuhr bilanzieren, ggf…
Puls: Frequenz (Brady-/Tachykardie)? Rhythmus (rhythmisch oder arrhythmisch)? Qualität (hart/weich)? Blutdruck: Hypo- oder Hypertonie? Temperatur: Besonders bei entzündlicher Herzerkrankung und nach einer Herz-OP Atmung: Dyspnoe? Husten? Auswurf? Körpergewicht und Ödeme: Besonders bei Herzinsuffizienz Belastbarkeit…
Körperpflege und Mobilisation: individuelle Unterstützung, je nach Belastungsgrenze des Patienten, ggf. Bettruhe nach Arztanordnung (z.B. im Akutstadium), ggf. Herzsportgruppe Gewicht erheben: tägliche Gewichtskontrollen, um Ödeme schnell zu erkennen Ernährung: im Akutstadium leicht verdauliche und wenig blähende…
Wegen des chronischen Charakters vieler Herzerkrankungen ist es wichtig, dass Patienten individuell informiert, beraten, angeleitet oder geschult werden, über die Erkrankung die Möglichkeiten zur Reduzierung von Risikofaktoren die Anwendung der Notfallmedikamente Möglichkeiten zur Prophylaxe von Notfällen das…
Besonderheiten in der Herzchirurgie: Präoperative Pflege: Rasur (Oberkörper und ggf. Beinrasur), postoperative Fertigkeiten einüben, z. B. Umgang mit Thoraxdrainage, Pneumonieprophylaxe mittels Triflow. Postoperative Pflege: Puls und Blutdruck engmaschig überwachen (Herzrhythmusstörungen! Herzbeuteltamponade!)…
Neben den allgemeinen Beobachtungsaspekten und Pflegebasismaßnahmen sind einige pflegerische Besonderheiten je nach Krankheitsbild zu berücksichtigen. Pflege bei KHK Pflege bei Herzinfarkt Pflege bei herzinsuffizienz
Bearbeiten Sie das Arbeitsblatt von Herr Werner zur Anatomie und Physiologie des Herzens.
Bearbeiten Sie das Arbeitsblatt von Herr Werner zur Krankheitslehre des Herzens.
Bearbeiten Sie das Arbeitsblatt zur Pflege von Herrn Werner.
Die Geschichte von Herr Werner “Torjubel mit schlechtem Ausgang“
Wichtigste Medikamente bei Herzerkankungen: Nitrate Betablocker und Kalziumantagonisten ACE-Hemmer Diuretika Digitalispräparate (Herzglykoside) Antiarrhythmika Statine Thrombozytenaggregations-hemmer
Notfallsituationen bei Herzerkrankungen ereignen sich häufig im pflegerischen Alltag. Lesen Sie hier, wie Sie einen Notfall erkennen und welche Erstmaßnahmen zu ergreifen sind. Notfall: Herzinfarkt Notfall: Herzinsuffizienz Notfall: Herzrhythmusstörungen
Eine akute oder dekompensierte Herzinsuffizienz kann zum kardiogenen Schock bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufstillstand führen. Anzeichen: unproduktiver Reizhusten, zunehmende Dyspnoe, feuchte Lungengeräusche (Kardiales Lungenödem) Erstmaßnahmen: Arzt informieren, Herzbettlage des Patienten, Sauerstoffgabe…
Krankheitsbild: Entzündliche Herzerkrankungen
= anfallartig auftretender, thorakaler Schmerz, der durch eine Minderdurchblutung des Herzens ausgelöst wird. AP-Beschwerden sind das charakteristischste Symptom der KHK Symptome: Atemnot, Angst und verminderte Belastbarkeit Auslöser: Stress, fehlende Medikamenteneinnahme Man unterscheidet: stabile Angina pectoris: (=…
= Erkrankung der Arterien Ursache: hoher Blutdruck, Gefäßverletzungen, Altersveränderungen Risikofaktoren: Fettstoffwechselstörungen, Arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Rauchen, Familiäre Veranlagung, Männliches Geschlecht, Alter über 65 Jahre. Pathophysiologie: Entzündungszellen dringen in die Gefäßwand ein…
Es geht um wenige Minuten...
Eine gute Vorbereitung hilft, im Notfall schnell zu reagieren.
Bei der KHK sind die Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose verengt. Der Herzmuskel ist dadurch minderdurchblutet und erhält zu wenig Sauerstoff. Hierdurch kommt zum typischen Symptom „Angina pectoris“. Je nachdem, wie viele der insgesamt 3 großen Koronargefäße betroffen sind, spricht man von 1-, 2- oder…
Eine Herzinsuffizienz liegt vor, wenn die Funktion des Herzens so eingeschränkt ist, dass die vom Herzen ins Gefäßsystem gepumpte Menge Blut nicht mehr ausreicht, um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.
I care
Herzrhythmusstörungen zeigen sich in einer gestörten Herzfrequenz und/oder Unregelmäßigkeit des Herzschlags. Unterschieden werden tachykarde, bradykarde und/oder arrythmische Herzrhythmusstörungen. Die bekannteste Herzrhythmusstörung ist das Vorhoffflimmern und das lebensbedrohliche Kammerflimmern.
Im Folgenden werden die wichtigsten Medikamente bei Herzerkrankungen vorgestellt:
„Herz-Patienten“ haben häufig ähnliche Gedanken: „Was kann ich jetzt überhaupt noch?“ Was darf ich noch?“ „Was ist mit meinem heißgeliebten Sport?“ „Kann mein Leben jetzt jede Minute vorbei sein?“ „Muss ich jetzt jeden Tag Tabletten nehmen?“ „Muss ich operiert werden?“
Am Anfang der Diagnostik stehen immer die Anamnese und die klinische Untersuchung, bei denen der Arzt richtungsweisende Hinweise auf Art und Schwere der Herzerkrankung sammelt. Diese Untersuchung führt der Arzt i. d. R. allein durch. Pflegende haben vor allem im weiteren Verlauf der Behandlung die Aufgabe…
Patienten mit Herzerkrankungen sind in ihrer Belastbarkeit mehr oder weniger stark eingeschränkt. Wird das Herz überbelastet, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Deswegen ist es bei diesen Patienten besonders wichtig, die Pumpfunktion des Herzens zu beobachten, eine Überbelastung zu erkennen und in…
Inwiefern der Patient Unterstützung bei pflegerischen Basismaßnahmen benötigt, hängt davon ab, wie stark er durch die jeweilige Herzerkrankung eingeschränkt bzw. wie belastbar er ist und ob er Bettruhe einhalten soll. Die individuelle Belastungsgrenze des Patienten und der entsprechende pflegerische…
Wegen des chronischen Charakters vieler Herzerkrankungen ist es wichtig, dass Patienten individuell informiert, geschult und angeleitet werden. Besonders die Entlassung herzkranker Patienten fordert eine gute Planung und Beratung des Patienten.
Die Herzchirurgie ist ein wichtiger Pfeiler in der Therapie herzkranker Patienten. Lange Zeit galt dabei die Eröffnung des Brustkorbs als unvermeidlich. Seit einigen Jahren ist dies nicht mehr zwingend erforderlich, da viele kleinere Eingriffe minimalinvasiv oder mittels Herzkatheter durchgeführt werden können, z. B…
bei der KHK sind die Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose verengt, dadurch ist der Herzmuskel minderdurchblutet und erhält zu wenig Sauerstoff. Hierdurch kommt es zum typischen Symptom „Angina pectoris“.
Unter einem Herzinfarkt versteht man das Absterben von Herzmuskelzellen aufgrund einer Durchblutungsstörung des Herzens. Er ist eine Komplikation der Koronaren Herzkrankheit (KHK).
Die meisten Patienten haben eine chronisch-kompensierte Herzinsuffizienz. Hier hat die Therapie vor allem das Ziel, die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln, um ein Fortschreiten der Herzinsuffizienz zu verhindern. Gleichzeitig wird das Herz durch verschiedene Medikamente entlastet. Wenn alle anderen Maßnahmen…
Je nachdem, welche Schicht des Herzens entzündet ist, spricht man von einer Endokarditis (Entzündung der Innenhaut), Myokarditis (Entzündung der Muskelschicht) oder einer Perikarditis (Entzündung des Herzbeutels).