Messenger
Im Kampf um die Aufmerksamkeit der User werden immer mehr Kanäle ausprobiert. Auch Messenger, die ursprünglich mal für die private Kommunikation gedacht waren, werden immer wichtiger. Medien, wie etwa die Süddeutsche Zeitung mit ihrem News-Shot Espresso, versuchen, ihre Leser mit kurzen News-Updates zu erreichen und auf ihre Inhalte zu ziehen. Andere ziehen nach, etwa t3n, die Rheinische Post oder Business Insider. Der Bayerische Rundfunk geht noch einen Schritt weiter und hat ein Whatsapp-Storytelling-Format entwickelt. Der Vorteil dieser Kanäle ist, dass sie nicht von einem Algorithmus gesteuert werden. Das ist auch der Grund, warum immer mehr Medien und Firmen sie als direkten Kommunikationskanal entdecken. der wichtigste Grund aber ist ihre Beliebtheit: WhatsApp, der beliebteste Messenger der Deutschen, nutzen 89 Prozent der Menschen, die Messenger-App von Facebook jeder zweite. Interessant ist auch, dass sich mit Messengern als Kommunikationskanal eine richtige Unterhaltung entwickeln kann. Denn schließlich sind die Programme ja dafür da, dass die Nutzer zurückschreiben können.
Inzwischen haben zumindest Facebooks Messenger den massenhaften Versand von Nachrichten eingestellt, und damit auch die bei Medienunternehmen beliebten WhatsApp-Newsletter faktisch beendet. Einige Anbieter, etwa die SZ, machen trotzdem weiter und verschicken ihre News jetzt nur noch per Notify oder Telegram - natürlich mit geringerer Reichweite als vorher.