COMMUNITY ENGAGEMENT
Wenn Reichweite über soziale Netzwerke wegbricht, kann der Aufbau einer loyalen Community ein anderes Mittel sein, die Nutzer noch zu erreichen. Mit dem Online-Journalismus hat sich die Konkurrenz auf dem Medienmarkt deutlich erhöht. Also versuchen Publisher, Gemeinschaften aufzubauen, in denen sich die Mitglieder – also die Nutzer – wie ein Teil des Mediums fühlen. Wichtig ist das, weil es heute viel weniger Gründe gibt, einem Medium gegenüber loyal zu sein. Schließlich gibt es gute Inhalte an jeder Ecke oder auf (fast) jeder Seite. Teil dieser Community-Strategie kann sein, sich das Feedback seiner Leser anzuhören und sie auffordern, zu kommentieren und zu kritisieren. Fragen stellen ist ein anderer Weg, mit seinem Publikum in Kontakt zu treten und eine Beziehung aufzubauen, die beiden Seiten hilft. Dem Leser, weil er sich abgeholt fühlt, dem Medium, weil die Leser wiederkommen. Opinary ist zum Beispiel so ein Engagement Tool, mit dem Medien versuchen, ihren Content interaktiv zu machen.
Daneben versuchen Medienhäuser auch selbst, Community-Plattformen aufzubauen, zum Beispiel das Digital Pioneers Network von t3n. Hier kann sich jeder anmelden, der mit seiner Arbeit die Digitalisierung voranbringen will. Die Idee hinter dieser Community ist es, Menschen sichtbar zu machen, die sonst für viele unsichtbar sind. Hier soll man sich austauschen können, diskutieren – und vor allem: einen positiven Blick für eine digitale Zukunft gewinnen.