Erklärvideos
Lern- oder Erklärvideos erfreuen sich bei Kindern und Jugendlichen sehr großer Beliebtheit. Sie vermitteln Inhalte auf besonders kompakte und anschauliche Art. Zudem können sie einen wertvollen Beitrag zur Binnendifferenzierung leisten, da Schülerinnen und Schüler in ihrem individuellen Lerntempo an ihnen arbeiten können.
In der Phase des schulischen Lernens zuhause sind zwei pädagogische Herausforderungen bei der Arbeit mit Erklärvideos noch deutlicher sichtbar geworden:
- Es war zu beobachten, dass Schülerinnen und Schülern in Videokonferenzen weniger konzentriert aufpassen, weil sie davon ausgehen, dass ihnen anschließend z. B. ein Erklärvideo zur Verfügung gestellt wird. Auch Eltern haben z. T. die Erwartungshaltung gezeigt, dass Lehrkräfte für „learning on demand“ jeweils passende Tutorials anbieten.
- Als Alternative oder Ergänzung zu den Erklärungen der eigenen Lehrkraft sind Schülerinnen und Schülern im Distanz- und Wechselunterricht vermehrt auf Videos auf auf Plattformen kommerzieller Anbieter, z. B. YouTube, ausgewichen. Bei unreflektierter Auswahl kann das in einen Konsum von für den Kompetenzerwerb wenig geeigneten Videos münden.
Beim Einsatz von Erklärvideos ist mitzudenken, dass Schülerinnen und Schüler angeleitet werden,
- sich mit den Inhalten aktiv auseinanderzusetzen statt passiv zu konsumieren,
- Kriterien kennen, um eigenständig geeignete Angebote auszuwählen,
- ggf. Hinweise auf geeignete Kanäle erhalten.
Erklärvideos können im Wesentlichen aus drei Quellen stammen:
- Videos aus dem Internet bzw. aus den Mediatheken, z. B.
- öffentlich-rechtliche Mediatheken, z. B. der ZDF- oder ARD-Mediathek
- Angebote von Landesmedienzentren, z. B. mebisTube
- Streamingdienste wie YouTube, hier unterhalten Schulen oder einzelne Lehrkräfte auch eigene Kanäle
- private Anbieter, z. B. Sofatutor oder DiLerTube, einer Plattform der Alemannenschule Wutöschingen, die alle Veröffentlichungen unter Creative-Commons-Lizenzen stellt
- Eigenproduktion durch Lehrkräfte
Die eigene Erstellung von Lernvideos ist mit Aufwand verbunden, ermöglicht jedoch eine passgenaue Einbettung in die Unterrichtsplanung und eine individuelle Ausgestaltung des Videos. Somit lassen sich z. B. Inhalte einer Lerneinheit in die häusliche Vorbereitung auslagern und ggf. auch zur Prüfungsvorbereitung nutzen.
Für die Erstellung eines eigenen Erklärvideos können z. T. Inhalte aus den Mediatheken verwendet werden, wenn die Veröffentlichung, Veränderung etc.erlaubt sind. Das ist z. B. innerhalb der ZDF-Mediathek Terra X Plus Schule der Fall.
- Eigenproduktion durch Schülerinnen und Schüler
Von Schülerinnen und Schülern erstellte Videos unterstützen durch die Aufbereitung das Durchdringen der fachlichen Inhalte und den Aufbau von Medienkompetenz. Sie können auch dazu dienen, den Erwerb fachlicher Kompetenzen von Mitschülerinnen und Mitschülern zu fördern.
Weitere Details zum Thema Lernvideo unter: Lernen mit Videos | Digitale Schule 2020
- Diese Erklärvideos wurden von Realschullehrkräften produziert und veröffentlicht:
- Für den Mathematik- und Sachunterricht an der Grundschule haben Lehrkräfte diese Erklärvideos erstellt:
- Schülerinnen einer Mittelschule beschreiben, wie sie ein Lernvideo produzieren:
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- Filmbeitrag: So erstellen wir einen Videoclip
- Filmbeitrag: Entstehung des Erklärvideos Nutriscore
- Diese Erklärvideos haben Schülerinnen und Schüler einer Realschule erstellt:
Einige Schulen verfügen über einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem schuleigene Produktionen (Filme, Podcasts etc.) veröffentlicht werden: